Ein paar Worte zu unserem Schulprogramm und unseren Leitideen
Das Logo der Grundschule im Kleefeld enthielt schon lange vor den offiziellen Aussagen im Schulgesetz die Begriffe "Fördern und Fordern". Darin zeigt sich auch die Leitidee unserer Schule.
. Wir wollen alle Kinder nach ihren individuellen Bedürfnissen fördern.
. Wir wollen alle Kindern fordern Leistung zu zeigen, sich an Regeln zu halten, ihre Fäigkeiten für sich und die Klasse einzusetzen und sich angemessen sozial in der Gruppe zu verhalten und zu kommunizieren.
Individuelle Förderung ist bei großen Klassen für eine Schule und ihre Lehrer nicht immer einfach. Diese bezieht sich nicht nur auf den Gemeinsamen Unterricht, den wir seit 16 Jahren anbieten, sondern auf jedes Kind. Dabei soll nicht Gleichschaltung in den Klassen und Jahrgängen erreicht werden, sondern eine Förderung der Stärken und Hilfen, um Schwächen zu vermindern. Ein hohes Maß an Kommunikation der Lehrer untereinander, vor allem aber auch mit den Eltern und "Dritten" (Kidergarten, Therapeuten etc.) ist dabei erforderlich. Schon früh setzt eine Diagnose ein, um das Kind richtig einschätzen zu können:
. Delfin 4
. Schuleingangsdiagnostik und Sprachführung
. Fördersprachen mit Kindergärten
. Schulspiel (ca. 6-8 Wochen nach der Einschulung)
. Förderpläne
. "Lernstudio" für die Schuleingangsphase
. Gesprächskreise zwischen Eltern, Lehrern und "Dritten"
Die Lehrer sind dabei gefordert es nicht bei einer Diagnose zu belassen, sondern ständig ihre Handlungsschritte zu evaluieren. Eine hohe Transparenz ist Basis dieses Tuns, um Eltern verständlich zu machen, dass z.B. auch Spielen eine Fördermaßnahme ist (s.auch "Tipps für Eltern").
Eine "gute (Grund-)Schule" kommuniziert ihr Tun und versteckt sich nicht hinter Fachwissen. Jeder, der mit dem Kind zu tun hat, ist dabei wichtig: der die Klassenlehrer/in, der/die Fachlehrer/in, die "Jüngeren" (Lehramtsanwärter, Praktikanten, Integrationshelfer usw.), die altersmäßig den Kindern näher stehen und oft schnelleren Zugang finden ebenso wie die Erzieher und Ergänzungskräfte der Offenen Ganztagsschule.
Die Kinder sollen in unserer Grundschule neben Kulturtechniken und Fachwissen vor allem lernen, sich flexibel auf Menschen und Situationen einstellen, Bedürfnisse zu äußern, ggf. zurück zu stellen, diese bei anderen zu erkennen und zu respektieren und sie zu kommunizieren.
Nicht der früher so oft in den Vordergrund gestellte IQ ist ausschlaggebend, sondern vielmehr die "Emotionale Intelligenz": Wie gehe ich mit den Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ich besitze und erwerbe um.
Es ist nicht immer einfach in größeren Verbänden ruhige Kinder zu aktivieren und zu motivieren und zu lebhafte, eigenwillige Kinder teamfähig zu machen ohne sie zu deckeln.
Kinder sind "kleine Persönlichkeiten", aber auch Teil eines Ganzen (einer Familie, einer Klasse, eines Sportvereins). Erziehen heißt formen, ohne zu verformen durch "Fördern" und "Fordern".
M.-L. Pöschel-Laube
Rektorin
1. Funktion der Hausaufgaben
Voraussetzung für die Erledigung der Hausaufgaben ist die Kooperation zwischen Elternhaus und Schule! 2. Zeitpunkt der Erledigung
Hausaufgaben sollen von den Schülern unmittelbar nach der Rückkehr vom Schulunterricht - nach einer angemessenen Pause - an einem ruhigen Ort erledigt werden.
Die Schüler haben inhaltlich noch im Kopf, was in der Schule besprochen wurde.
Die Schüler sind ausgeruhter und weniger abgelenkt als zu einem späteren Zeitpunkt.
Bei Fächern, die am Folgetag nicht unterrichtet werden muss abgewogen werden, ob aus Zeitgründen die Aufgabe sofort oder an einem anderen Tag erledigt wird.Dabei sind Hilfen erforderlich, damit sie nicht vergessen werden.
3.Unterstützung durch Eltern
Hausaugabenbetreuung durch die Eltern ist nicht nur weit verbreitet, sondern auch je nach Alter von den Schülern erwünscht. Die Elternhilfe reicht oft von reiner Kontrolle bis zur inhaltlichen Mitarbeit. Mit zunehmendem Alter sollen Eltern jedoch ihre Kinder die Hausaufgaben selbständig anfertigen lassen und lediglich unterstützend tätig sein. Wichtig ist für Eltern, dass die im Blick behalten, was ihre Kinder wie und wann bei den Hausaufgaben tun und wo sich Probleme zeigen.
4. Zeitliche Belastung
Der zeitliche Umfang von Hausaufgaben bei Grundschülern sollte ca.
Klasse 1 und 2 30 Minuten
Klasse 3 und 4 60 Minuten betragen. Dabei können individuelle Arbeitsgewohnheiten sowie das Lerntempo des Kindes zu Abweichungen führen. Bewegungspausen von 5 Minuten erhöhen dabei die Konzentrationsfäigkeit. Das Kind sollte ungestört arbeiten können, d. h. ohne Fernseher, ohne spielende Geschwister in unmittelbarer Nähe usw. Auch eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme durch Mineralwasser ist wichtig.
5. Hausaufgaben in der offenen Ganztagsschule
Als fester Bestandteil ist nach dem gemeinsamen Mittagessen eine verbindliche Hausaufgabenzeit inder OGS vorgesehen.Dabei sind Kinder in altersgemischten Gruppen (Klasse 1 - 4) unter der Aufsicht einer Erzieherin selbständig mit den Hausaufgaben beschäftigt. Voraussetzung ist allerdings, dass die Aufgaben vollständig und verständlich im Hausaufgabenheft notiert sind. Es ist nicht Aufgabe der Erzieherin, bei Lehrern oder anderen Schülern nachzufragen. Auch erteilt eine Erzieherin keinen Nachhilfeunterricht. Sie gibt kleine Hilfen und achtet auf Ordnung. Inhaltliche Fragen können nur bedingt geklärt werden aufgrund der Gruppenzusammensetzung. Übungszeiten mit einzelnen Kindern fehlen häufig. Es ist Aufgabe der Eltern, die Hausaufgaben auf Vollständigkeit zu überprüfen, Übungszeiten z.B. für Geschichte, Vokabeln usw. vorzusehen und Kontakt zu den Erzieherinnen zu halten, um sich ggfl. über Schwierigkeiten zu informieren.
Noch ein Wort zu den Hausaufgaben Hausaufgaben sind in vielen Familien ein sehr stress- und emotionsgeladenes Thema. Sie ziehen sich selbst bei Grundschulkindern häufig bis weit in den Nachmittag hinein und die akzeptable Zeitgrenze wird oft überschritten. Vor allem müssen sich Eltern zunächst über Art und Inhalt der Aufgabe Informieren, um Hilfe geben zu können. Hausaufgaben dienen dazu, der Schule Rückmeldung über den Leistungsstand des Kindes (nicht der Eltern!) zu geben. Daher sollten Eltern der Schule unbedingt Rückmeldung über Art und die vom Kind geforderten Hilfen geben.
Sie sollten nach einer angemessenen Zeit durchaus abbrechen und der Schule eine kurze Notitz zukommen lassen, wenn das Kind nicht fertig geworden ist. Für das Kind sind klare Regeln erforderlich: Aufgabenzeit, maximale Zeit, Pausen, Materialien, Spielzeiten usw. Auf keinen Fall sollten Eltern herumtelefonieren, um bei anderen Kindern oder dem Lehrer Aufgaben zu erfragen. Hierdurch schiebt das Kind die Verantwortung den Eltern zu, anstatt sie in der Schule selbst zu übernehmen.
Manchmal ist es sinnvoll, wenn Eltern mit dem Kind einen Tagesplaner anlegen. Das erleichtert die Übersicht über lange und kurze Unterrichtzeiten, Fächer, Termine am Nachmittag o.ä. Eltern haben dann die Möglichkeit, Hausaufgabenzeiten individuell festzulegen und sind ebenso wie ihr Kind verpflichtet, diese Zeiten einzuhalten. Eltern sollten ihrem Kind ebenso wie in der Schule ein Lob aussprechen, wenn alles klappt und Konsequenzen aufzeigen ( keine Strafe ), wenn das Kind diese Vereinbarung nicht einhält.
Eine Hilfe kann auch eine Uhr sein, wenn das Kind noch kein augeprägtes Zeitgefühl besitzt. Dann haben Eltern und das Kind die Chance, das Ziel zu erreichen und die Hausaufgaben in angemessener Zeit zu erledigen. Um das Kind bei den Hausaufgaben nicht zu verwirren sollten nur die Lösungswege gewählt werden, die von der Schule vorgegeben werden.
Weitere Tipps erhalten Sie unter unter WWW.familienhandbuch.de ( Aktuelles, Schule) Copyright Grundschule im Kleefeld- Marie-Luise Pöschel-Laube/September 2009
Hausaufgaben sollen: den Unterricht ergänzen, durch Aufgaben den Unterrichtsstoff vertiefen, möglichst ohne Hilfe in angemessener Zeit erledigt werden, in den Unterricht einbezogen werden, zumindest stichprobenartig überprüft werden, bei Leistungsbeurteilungen angemessen berücksichtigt werden.
didaktisch
Einprägen und Üben des Stoffes
"
Anregung zu selbstänigem Denken und Arbeiten
"
Vorbereitung des Unterrichts
methodisch/unterrichtsorganisatorisch
Herausnahme von zeitaufwändigen Teilen des Lernprozesses aus dem Stundenraster
"
Element der Binnendifferenzierung (Schüler können zu Hause in ihrem individuellen Lerntempo arbeiten)
"
unterschiedliche Aufgabenstellungen möglich
lern-/motivationspsychologisch
Interessen und Eigeninitiative fördern
"
Selbstbestätigung fördern
lerntheoretisch
Lernen lernen ( Voraussetzung schulinternes Methodentraining)
erzieherisch
Pflichterfüllung, Selbstdisziplin, Fleiß, Ausdauer, zu Gewissenhaftikeit erziehen
